Samstag, 7. Februar 2026 · Bibelwissen

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Seine Herrschaft wird groß und des Friedens kein Ende sein.

Jesaja 9,6

Christus ist unser Friede.

Epheser 2,14

Jesaja 9:5–6 enthält eine der erstaunlichsten Messias-Verheißungen des Alten Testaments:

"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit."

Die Sehnsucht nach dem verheißenen Sohn zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und das Warten auf den verheißenen Messias – der die entscheidende Wende bringt – ist beinahe so alt wie die Menschheit selbst.

Die erste Verheißung nach dem Sündenfall galt einem Nachkommen, der den Bösen besiegen würde (1Mo 3:15). Der HERR sagte zu Eva, dass „ihr Nachkomme" (w. ihr Same) der Schlange – und damit dem Bösen – den Kopf zertreten würde. Als sie Kain gebar, dachte sie womöglich an diese Verheißung und sagte: „Ich habe einen Mann hervorgebracht mit dem HERRN" (1Mo 4:1). Noch ahnte sie nicht, dass dieser eine Katastrophe verursachen und den ersten Mord begehen würde.

Als Noah zur Welt kam, sagte sein Vater: "Dieser wird uns trösten über unsere Arbeit und über die Mühe unserer Hände wegen des Erdbodens, den der HERR verflucht hat" (1Mo 5:29). Bei Noah kam es zu einem Neuanfang, aber er war noch nicht der verheißene Nachkomme.

Als die „unfruchtbare" Sarah im hohen Alter ihren ersten und verheißenen Sohn gebar, verwandelte Gott ihre Trauer in ein einzigartiges Lachen (1Mo 21:6). Dieser verheißene Sohn, den Abraham opfern sollte (1Mo 22:2), wurde zu einem Vorausbild auf den einen Sohn, der als „Lamm Gottes" die Sünde der ganzen Welt wegnehmen sollte (Joh 1:29).

Zu König David sagte Gott über seinen Nachkommen: „Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein" (2Sam 7:14). Möglicherweise dichtete David zur Krönung seines Sohnes Salomo den Psalm 2, wo er Gott zitiert, der zu seinem Sohn sagte: „Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt" (Ps 2:7). Ein paar Verse später heißt es dann: „Küsst den Sohn, dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Weg; denn leicht entbrennt sein Zorn. Glücklich alle, die sich bei ihm bergen!" (Ps 2:12) Als durch König Salomo ein außergewöhnliches Friedensreich entstand, dachten vielleicht einige, dass das messianische Zeitalter begonnen habe.

Nachdem Jesaja von einem Sohn sprach, auf dessen Schulter die Herrschaft ruht und dessen Friede kein Ende haben wird, rechneten möglicherweise einige damit, dass der einzigartige König Hiskia gemeint sein könnte. Während seiner Herrschaft schlug ein Engel Gottes die bedrohliche assyrische Großmacht vor den Toren Jerusalems – 185.000 Mann –, sodass Frieden entstand (2Kön 19:35). Einige Zeit davor verhieß Gott durch Jesaja dem Ahas, dem Vater von Hiskia, dass eine Jungfrau schwanger werden würde (Jes 7:14).

Etwa 700 Jahre später erkannte die Jungfrau Maria, dass sie einen Sohn gebären würde, der durch den Heiligen Geist gezeugt wurde (Lk 1:35). Das war Jesus, der verheißene Nachkomme. Er zertrat Satan den Kopf, indem er dem Tod die Macht nahm und die Sünde der ganzen Welt auf sich nahm und beseitigte (Hebr 2:14). Mit seiner Auferstehung wurde der Tod besiegt. Damit bestätigte der Vater ihn sichtbar als seinen Sohn. Deshalb wird er seither als „Erstgeborener aus den Toten" bezeichnet (Kol 1:18).

Wer den Sohn küsst – sich ihm also unterordnet und sich in eine vertrauensvolle Liebesbeziehung zu ihm begibt – wird auf seinem Weg nicht umkommen, weil er in ihm geborgen ist (Ps 2:12).

Durch seine Menschwerdung kam der Sohn Gottes in diese Welt, sah das Elend, liebte die Menschen und besiegte den Tod (Joh 1:14). So eroberte er die Herzen von Millionen. Deshalb sitzt er auf dem Thron meines Herzens und schenkt mir Frieden mit Gott (Röm 5:1). Jesus Christus regiert als Friedensfürst in den Herzen der Menschen.

So erfüllt sich die alte Verheißung eines Friedens, der nicht zuerst durch veränderte äußere Umstände entsteht, sondern im Herzen beginnt. Wo Christus Raum bekommt, wächst Versöhnung mit Gott und Hoffnung für den Alltag (Kol 1:27).

Hast du ihm auch schon die Tür deines Herzens geöffnet und ihn gebeten, sich auf den Thron zu setzen? (Offb 3:20) Denn schon bald kommt er wieder – zuerst, um seine Gemeinde zu sich zu holen (1Thess 4:16-17), und später mit großer Macht und Herrlichkeit, um ein ewiges Friedensreich auf Erden zu gründen (Offb 19:11-16).